Toller Workshop in der GHS Kirschhecke zu "Nele und der Schmetterling"

Ein aufregender Vormittag in den Klassen 5a und 5b der GHS Kirschhecke in Odenkirchen ist zu Ende gegangen.
Über 40 Schülerinnen und Schüler lernten das Mädchen Nele in einer ihrer dunkelsten Stunden kennen. Gerade das geliebte Haustier verloren, hadert sie mit allem und kann sich nicht vorstellen, jemals wieder richtig glücklich zu sein. Durch die liebevolle Nachbarin Frau Bosko erfährt Nele aber, dass geliebte Menschen oder Tiere auch nach ihrem Tod noch in Gedanken, in Erinnerungen, in unseren Träumen oder durch die individuellen Spuren, die sich bei und in uns hinterlassen, für immer bei uns sein können.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich gut in Nele hinein versetzen - viele sind bereits mit dem Thema Tod in irgend einer Weise in Berührung gekommen. Das Gefühlschaos, welches in solch traurigen Situationen vorherrscht, wurde bearbeitet und angeschaut, wodurch festgestellt werden konnte, dass es hierbei keine "falschen" Gefühle geben kann.
Das Thema Vertrauenspersonen, sowie die Notwendigkeit, sich (nicht nur im Falle eines Verlustes) jemandem mitzuteilen und um Hilfe zu bitten, erreichte die Kinder und sie lernten, dass es immer jemanden gibt, mit dem man sprechen kann - so etwas geht auch über anonyme Beratungsstellen.
Letztendlich fanden die Schüler heraus, was für sie wichtig ist, welche Lebensziele sie haben und was Glück für sie bedeutet. Die Ergebnisse wurden auf gebastelten Kleeblättern festgehalten und verbleiben nun in einem Glücksstrauß im Klassenraum.

Wie elementar es ist, Kindern ein Stück weit Auswege aus Verzweiflung, Trauer und dem Gefühl von Alleinsein aufzuzeigen, zeigt sich beinahe täglich. Missachtung ist ein absolut no-go, Ablenkung oft nur bedingt erfolgversprechend. Kommunikation und Zuwendung sind die Schlüssel.

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