Warum Romane über starke Frauen nie aus der Mode sind
Es gibt Themen, die nicht altern. Nicht, weil sie zeitlos im eigentlichen Sinne wären, sondern weil sie uns begleiten, Generation um Generation. Manchmal treten sie ein Stück in den Hintergrund, weil wir glauben, sie hinter uns gelassen zu haben. Weil wir uns ein Leben aufgebaut haben, in dem wir selbstbestimmt zur Tat schreiten. Weil wir eigenständig agieren und nicht mehr angewiesen sind auf jedermanns Wohlwollen.
Doch dann, an einer Wegkreuzung, ganz plötzlich, stellt sie sich wieder.
Die Frage, wer wir wirklich sind.
Die Frage, welchen und wie viel Raum wir einnehmen.
Die Frage, ob wir unser Leben nach eigenen Maßstäben gestalten – oder nach denen, die andere
für uns festgelegt haben. Manchmal versteckt, manchmal ganz offensichtlich.
Frauen in der Vergangenheit standen diesen Fragen genauso gegenüber wie Frauen im Hier und Jetzt es tun. Und das, obwohl die Aussage „Aber heute sind Frauen doch emanzipiert und gleichberechtigt“ in aller Munde ist. Ja, es hat sich einiges verändert, zum Glück, nur leider zeigt sich immer wieder, dass das, was erreicht wurde, noch lange nicht ausreicht, denn die Themen, mit denen Frauen heute konfrontiert sind, sind im Grunde dieselben, denen sie sich von jeher gegenüberfanden. Sie haben nur ihre Form verändert, sind subtiler geworden, und doch noch immer gegenwärtig.
Natürlich leben wir heute in einer Zeit, in der alles möglich scheint, oder sagen wir, zumindest viel mehr als noch vor 100 und 200 Jahren. Na klar. Aber immer noch werden zu viele Entscheidungen nicht frei gefällt, sind geprägt von Erwartungen, von Regeln und längst abgefrühstückten Rollenbildern.
Wie viel Anpassung ist also notwendig?
Wie viel Eigenständigkeit erlaubt?
Und was passiert, wenn Frauen sich bewusst davon lösen?
In jedem meiner Romane begegnen die Leser genau solchen Frauen. Frauen, die an einem Punkt angelangt sind, an dem sie spüren, dass ihr Leben nicht einfach weiterlaufen kann wie bisher. Frauen, die merken, dass tief in ihnen etwas in Bewegung geraten ist, das sich nicht mehr zurückdrängen lässt.
In Stürmische Hoffnung ist es Anna, die ein Hotel übernimmt in einer Zeit, in der man von ihr erwartet, sich zurückzunehmen. Ihre Entscheidung stellt nicht nur ihr eigenes Leben infrage, sondern das gesellschaftliche Gefüge, in dem sie sich bewegt.
In Kolibriherz – Zwischen Versprechen und Vergeltung ist es Katrine, die nach einem schweren Verlust lernt, was es bedeutet, die Wahl zwischen Rache und Vergebung zu haben. Um sich dann für eines von beiden zu entscheiden.
Und in Im Schatten der Rosen ist es Isabelle, die erkennt, dass Vergangenheit und Gegenwart eng miteinander verbunden sind, und dass es Mut braucht, sich einem Damals zu stellen, obwohl es doch viel bequemer wäre, es auszublenden.
Was diese Frauen verbindet, ist die Erfahrung, dass es – gestern wie heute – nötig ist, die eigene Stimme zu erheben, sowohl gegen äußere Widerstände als auch die inneren Zweifel, und dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben. Selbst dann, wenn persönliche Verluste unumgänglich sind.
Klingt hart? Mag sein, aber vielleicht ist es genau das, was uns so tief berührt, wenn wir Romane über starke Frauen lesen. Wir stoßen auf die Sehnsucht nach Erfüllung, die Angst vor dem Scheitern und die vage Hoffnung, dass beides nebeneinander existieren darf.
Wenn du Romane suchst, die starke Frauen in den Fokus rücken, findest du sie in meinen Geschichten. Versprochen!